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Pionierleistung: Lamellenbremse debütiert im Schaeffler-Innovationstaxi

In der Saison 2026 zeigt sich das Schaeffler-Innovationstaxi erneut als Pionier im Motorsport. Im Rahmen des Rennens auf dem Nürburgring setzt Schaeffler in seinem Renntaxi erstmals ein Lamellenbremssystem ein – emissions-, geräusch- und wartungsfrei. Die Erkenntnisse hinsichtlich Funktionalität und Lebensdauerverhalten unter härtesten Motorsportbedingungen fließen direkt in die Entwicklung elektrischer Serienachsantriebe mit hochintegrierter Bremsfunktion ein. Das Ziel: Emissionen reduzieren und das Fahrverhalten optimieren.

Schaeffler-Lamellenbremse produziert keinen Feinstaub

Der Einsatz der Lamellenbremse im Schaeffler-Innovationstaxi zielt unter anderem auf einen ihrer wesentlichen Vorteile ab: Beim Bremsvorgang entstehen keinerlei Feinstaubemissionen. Möglich wird dies durch die vollgekapselte und ölgekühlte Bauweise des Systems. Damit werden keine Emissionen an die Umgebung abgegeben. Gesundheitsschädlicher Bremsenfeinstaub gehört damit der Vergangenheit an. Beim Reifenwechsel in der DTM wird zum Beispiel kein Bremsstaub mehr in die Umgebung emittiert.

Das Konzept der Lamellenbremse basiert auf dem bewährten Funktionsprinzip der Lamellenkupplung. Herzstück des Systems ist ein ölgekühltes Lamellenpaket, das aus Stahl- und Belaglamellen besteht. Während des Bremsvorgangs werden die Lamellen gegeneinandergepresst, wodurch ein Reibmoment erzeugt wird. Dieses wandelt die Bewegungsenergie des Fahrzeugs in Wärme um und reduziert so die Fahrgeschwindigkeit.

Aus dem geschlossenen System der Schaeffler-Lamellenbremse dringt kein Bremsstaub nach außen.
Aus dem geschlossenen System der Schaeffler-Lamellenbremse dringt kein Bremsstaub nach außen.

Kompaktes, verschleißfreies System mit erstklassiger Akustik

Das geschlossene System führt dazu, dass äußere Einflüsse auf die Bremse gänzlich vermieden werden können.
Das geschlossene System führt dazu, dass äußere Einflüsse auf die Bremse gänzlich vermieden werden können.

Schaeffler hat die auch als Nassbremse bezeichnete Einheit konzept- und bauraumbedingt in die Räder der Hinterachse des Innovationstaxis integriert. Äußere Einflüsse auf die Bremse, zum Beispiel Nässe, führen dadurch nicht mehr zu Korrosion und sorgen für konstante Reibwertverhältnisse.

Darüber hinaus zeichnet sich die Lamellenbremse von Schaeffler aufgrund ihrer Bauweise durch eine ausgezeichnete Akustik aus. Unerwünschte Bremsgeräusche, die insbesondere bei niedrigen Geschwindigkeiten kurz vor dem Fahrzeugstillstand auftreten, gehören der Vergangenheit an.

Schaeffler löst Grundproblem herkömmlicher Lamellenbremsen

Im Innovationstaxi besteht die größte Herausforderung darin, die hohen Wärmeleistungen der gekapselten Hinterradbremse abzuführen. Dafür wurde ein komplexes Thermomanagement mit hydraulischen Druck- und Saugpumpen sowie mehreren Wärmetauschern entwickelt. Unter den hochdynamischen Einsatzbedingungen sind sehr hohe Kühlleistungen pro Bremse erforderlich.

Die gewonnenen Erkenntnisse bilden die Grundlage für die Auslegung einer effizienten Beölungsstrategie für zukünftige E-Achsen mit integriertem Bremssystem. Ziel ist es, stets nur die erforderliche Ölmenge bereitzustellen, um Temperaturhaushalt, Reibwertstabilität und Schleppmomente eines nasslaufenden Bremssystems zu beherrschen. Die Ergebnisse aus dem Innovationstaxi helfen Schaeffler, das Zusammenspiel von Temperatur, Bremsleistung, Funktionsstabilität und Verschleiß zu bewerten und gezielt in die Serienentwicklung zu überführen.

Für Schaeffler ist der Einsatz der Lamellenbremse im Innovationstaxi auch ein Test für die Nutzung in Serienfahrzeugen.
Für Schaeffler ist der Einsatz der Lamellenbremse im Innovationstaxi auch ein Test für die Nutzung in Serienfahrzeugen.

Technologie demonstriert Potenzial für zukünftige Elektrofahrzeug-Generationen

Die Fahrten unter Rennbedingungen liefern Schaeffler wertvolle Erkenntnisse für die Entwicklung von elektrischen Achsen, bei denen die Lamellenbremse als hochintegrierte Einheit verbaut werden kann. Bei elektrisch angetriebenen Fahrzeugen wird die Mehrzahl der Bremsvorgänge über den rekuperierenden E-Motor realisiert – für die verbleibenden Bremsvorgänge, zum Beispiel kritische Bremspunkte, wird auch zukünftig ein mechanisches Bremssystem erforderlich sein.

Auch für den Einsatz in vollelektrischen Serienfahrzeugen hat Schaeffler bereits ein Lamellenbremssystem entwickelt.
Auch für den Einsatz in vollelektrischen Serienfahrzeugen hat Schaeffler bereits ein Lamellenbremssystem entwickelt.

Die Nassbremse von Schaeffler erfüllt alle grundlegenden Anforderungen an ein modernes Bremssystem und bietet darüber hinaus zahlreiche Vorteile. Dazu zählen ein emissionsfreier Betrieb, die Reduzierung ungefederter Massen am Rad und der damit verbundene höhere Fahrkomfort sowie zusätzliche Freiheiten im Fahrzeugdesign. Darüber hinaus ist die Nassbremse optimal für zukünftige Fahrzeugarchitekturen geeignet, in denen Brake-by-Wire-Systeme eine Schlüsselrolle spielen. Insbesondere bei autonomen Fahrzeugkonzepten dient sie als technologischer Wegbereiter für innovative und hochintegrierte Bremssystemlösungen.

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