Förderprojekte
Unsere Mitarbeitenden entwickeln an mehr als 41 F&E-Zentren weltweit neue Produkte, Technologien, Prozesse und Verfahren für marktgerechte Lösungen. Einige der zahlreichen Forschungsprojekte werden mit nationalen und europäischen Fördermitteln unterstützt. Durch die in den geförderten Projekten erzielten Forschungsergebnisse wird die Basis für weitere F&E-Aktivitäten gebildet.
Forschungsprojekt zur umweltfreundlichen Luftfahrt
Durchführungszeitraum: 01.04.2026 – 31.03.2030
Das Vorhaben „MAterRial-Entwicklung, Konstruktive Verbesserung & ANalyse für GeTriebe“ (kurz: MARKANT) wird im Verbund zwischen dem Triebwerkshersteller Rolls-Royce Deutschland Ltd. & Co KG, der Universität Duisburg-Essen und dem Wälzlagerspezialisten Schaeffler Aerospace Germany GmbH & Co. KG durchgeführt.
Das Forschungsprojekt MARKANT zielt auf die Entwicklung, Prüfung und Analyse neuer Werkstoffe in Kombination mit verbesserten Herstellprozessen für Lagerstähle, Zahnradstähle und Hochmodulwerkstoffe. Diese Neuerungen haben sehr großes Potential zur Gewichtsreduktion des Triebwerkes beizutragen, was in einer Verringerung des Ausstoßes von Verbrennungsprodukten resultiert. Damit leistet MARKANT einen großen Beitrag zum förderpolitischen Ziel „umweltfreundliche Luftfahrt“.
Schaeffler Aerospace Germany GmbH & Co. KG leitet als Verbundpartner im Projekt MARKANT das Arbeitspaket zur Entwicklung eines leistungsstärkeren Werkstoffs für Lageranwendungen. Zu Beginn werden die Anforderungen an Luftfahrtmaterialien sowie Qualitäts-, Prozess- und Zulassungskriterien definiert und geeignete Materialien bzw. Wärmebehandlungen experimentell untersucht. Anschließend werden die Auswirkungen auf Klimawirkung, Performance und Lebensdauer bewertet. In weiteren Validierungsstufen folgen unter- und vollmaßstäbliche Versuche an Prüflagern bzw. Prototypen in enger Abstimmung mit Rolls-Royce Deutschland LTd. & Co KG.
Das Vorhaben wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie im Rahmen von LuFo Klima VII-1 gefördert.
Entwicklung einer Technologie zur nachhaltigen elektrochemischen Herstellung von Formaldehyd aus CO₂ und Wasser
Am 01. April 2024 hat das Förderprojekt “DIAMOND - Boron-doped diamond electrodes for paired electro-synthesis of sustainable platform chemicals” begonnen. Anschließend fand das Kick-off-Treffen bei Schaeffler in Herzogenaurach statt.
Die chemische Industrie steht vor der Herausforderung, zukünftig fossile Energien und Ressourcen durch erneuerbare Energien und nachhaltige Kohlenstoffrohstoffe wie CO2 und Biomasse zu ersetzen. Gleichzeitig muss die Versorgungssicherheit für Chemikalien und Materialien aufrecht erhalten werden. Das Projekt DIAMOND hat daher das Ziel, eine Technologie zur nachhaltigen elektrochemischen Herstellung von Formaldehyd aus CO2 und Wasser zu entwickeln. Formaldehyd stellt eine wichtige Plattformchemikalie dar, die bislang durch selektive katalytische Oxidation von Methanol hergestellt wird.
Um die elektrochemische CO2-Umwandlung zu Formaldehyd wirtschaftlich und im industriellen Maßstab realisieren zu können, werden Kathoden und Anoden aus einfach verfügbaren Elementen benötigt, die langlebig und selektiv für die angestrebten elektrochemischen Umwandlungen sind. So sollen Effizienzverluste minimiert werden. Darüber hinaus müssen an der Anode Produkte mit hohem Wertschöpfungspotenzial erzeugt werden. Dies möchte DIAMOND durch die oxidative Valorisierung von biobasierten Säuren erreichen.
DIAMOND bringt ein kompetentes Konsortium aus Partnern in den Niederlanden und Deutschland zusammen, das aus akademischen Einrichtungen (RWTH Aachen University, FAU Erlangen-Nürnberg, Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme, University of Twente, University of Groningen), Technologieanbietern (DiaCCon, Schaeffler) und Endnutzern der Technologie (Shell) besteht. DIAMOND wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und vom „Dutch Research Council“ (NWO) für 4 Jahre mit 1,9 Mio. € gefördert.
Neue Ansätze für die Fertigung von Wasserstoff-Elektrolyseuren
HERAQCLES steht für neue Fertigungsansätze für Wasserstoff-Elektrolyseure, um zuverlässige, auf AEM basierende Lösungen bereitzustellen und gleichzeitig Qualität, Kreislauffähigkeit, niedrige LCOH, hohe Effizienz und Skalierbarkeit zu erreichen. (HERAQCLES: Hydrogen Electrolysers to provide Reliable AEM technology-based solutions while achieving Quality, Circularity, low LCOH, high Efficiency and Scalability.)
Lagerschäden im Antriebsstrang von Windenergieanlagen reduzieren
Die Erhöhung der Zuverlässigkeit der Windenergieanlagen durch die Reduktion der Lagerschäden ist das Hauptziel des Förderprojekts. Langfristig wird angestrebt, ein WEA-Lagerzentrum.NRW zu errichten.
Die Wirtschaftlichkeit der Stromerzeugung aus Windenergie kann durch die Verbesserung der kostenintensiven Wartungs-und Reparaturarbeiten infolge frühzeitig auftretender Wälzlagerschäden erhöht werden. Im Rahmen des beantragten Projektes werden zwei weltweit einzigartige Lagerprüfstände für Planetenradlager und Lager für die Abtriebswelle (High Speed Shaft HSS) für die Freigabe von Windenergieanlagen (WEA)-Originalwälzlager unter realistischen Betriebszuständen aufgebaut. Die zu entwickelnden Prüfstände sollen die Untersuchung unzureichend geklärter Schadensphänomene ermöglichen.
Derzeit wird ein Anforderungskatalog für die Entwicklung der Prüfstände erstellt. Im nächsten Schritt werden die Prüfstände in Hardware realisiert und in Betrieb genommen.
Dieses Vorhaben wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.