Joystick-Run: Ohne Lenkrad aber mit Joystick-Steuerung um den Hockenheimring
Als Trägerfahrzeug für technische Pionierleistungen und deren Umsetzung ist das Schaeffler-Innovationstaxi der Inbegriff dessen, was Schaeffler als Innovationspartner der DTM verkörpert. Bei seinen Einsätzen im Rahmen der DTM zeigt der Audi R8 GT2 regelmäßig, mit welchen Innovationen die Motion Technology Company die Zukunft der Mobilität mitgestaltet.
Eine dieser Entwicklungen erprobte Schaeffler im Rahmen des DTM-Rennwochenendes 2025 auf dem Hockenheimring. Markus Winkelhock wagte sich im Audi R8 Serienfahrzeug ohne Lenkrad auf die Strecke. Der Clou: Statt Lenkrad hatte Schaeffler dem Testfahrzeug ein neues Lenkkonzept spendiert – zwei Joysticks.
Matthias Zink, Schaeffler Vorstand Powertrain & Chassis, erklärt die Hintergründe zum Einsatz der Joystick-Lenkung.
Den Hintergrund erklärt Matthias Zink, Vorstand Powertrain & Chassis bei Schaeffler: „Wir untersuchen hier verschiedene Eingabegeräte für das autonome Fahren. Wir gehen davon aus, dass im Jahr 2035 etwa zehn Prozent der Fahrzeuge autonom unterwegs sind. Deshalb entwickeln wir unterschiedliche Eingabegeräte.“
Mechatronisches Lenkgetriebe von Schaeffler als Basis des Joystick-Steuerungs-Systems
Die perfekte Grundlage für diese Pionierleistung ist das von Schaeffler für das autonome Fahren entwickelte mechatronische Lenkgetriebe RWA (Road Wheel Actuator). Dieses kann grundsätzlich mit jedem beliebigen Eingabegerät kombiniert werden. Schaeffler entschied sich, um sich der Fragestellung eines Lenkradersatzes anzunähern, für die Integration eines Joysticksystems. Hierbei handelt es sich um zwei Hochpräzisionsinstrumente, entliehen aus der Luftfahrt, um Auflösegenauigkeit sowie die Erfüllung aller Sicherheitsaspekte sicherzustellen. Die Einheiten wurden in ein Konzeptfahrzeug auf Basis eines Audi R8 Serienfahrzeuges integriert, um gegebenenfalls später Einzug in das Schaeffler-Innovationstaxi zu halten. Das Fahrzeug wird aktuell größeren Erprobungsumfängen unterzogen, um Themen wie Software, Fahrbarkeit und Sicherheitskonzepte weiterzuentwickeln.
Der Testlauf auf dem Hockenheimring war ein voller Erfolg – die neue Art der Lenkung erwies sich als zuverlässig und mögliche Alternative für das klassische Lenkrad. Für Schaeffler war der Joystick-Run ein weiterer Schritt, Fortbewegung als Motion Technology Company neu und zukunftsgerichtet zu denken. Einen wichtigen Anteil daran hatte das gesamte Konzeptfahrzeugteam, das die Integration der neuen, hochkomplexen Technologie in einem Serienfahrzeug so appliziert hat, dass es im ersten Schritt höhere Geschwindigkeiten und damit eine gute Fahrbarkeit erzielen konnte.
Mai 2026