Schaeffler baut seine Position als Systempartner der Windkraftindustrie weiter aus
Die weltweite Windindustrie wächst schneller, als viele erwartet haben – mit immer größeren Rotoren, höheren Leistungen und steigenden Anforderungen an die Zuverlässigkeit. Das setzt die Branche unter Innovationsdruck und fordert zukunftsweisendes Engagement in den Bereichen Forschung und Entwicklung.
Mit der Inbetriebnahme des weltweit leistungsstärksten Prüfstands für Rotorlagerungen im dänischen Lindø stärkt die Motion Technology Company Schaeffler ihre Rolle als Systempartner der Branche und unterstützt Kunden dabei, Offshore-Anlagen mit Turbinenleistungen bis zu 25 Megawatt zu entwickeln.
Der Prüfstand ermöglicht es, Rotorlager realitätsnah unter extremen Offshore-Bedingungen zu testen. Damit sorgt Schaeffler dafür, dass Hersteller ihre Produkte in der kompletten Hauptlagereinheit schneller validieren, technische Risiken minimieren und die Anlagen zuverlässiger und kosteneffizienter gestalten können. Dies ist ein entscheidender Schritt, um den globalen Anforderungen an nachhaltige und effiziente Windenergie gerecht zu werden.
Innovation im Maßstab der Zukunft
Wenn sich die gewaltigen Rotorblätter einer Offshore-Anlage im Wind drehen, wirken auf jedes Bauteil enorme Kräfte. Besonders im Herzen der Maschine, im Antriebsstrang, zeigt sich, was moderne Ingenieurskunst leisten kann. Hier sitzt die Rotorlagerung – ein tonnenschweres Schlüsselbauteil, das Kräfte und Momente aufnimmt, die durch den Wind entstehen. Bei Rotordurchmessern von bis zu 300 Metern erreichen diese Belastungen extreme Größenordnungen – eine Bewährungsprobe für Material, Konstruktion und Ingenieurkompetenz.
Rotorlager zählen zu den kritischsten Komponenten einer Windkraftanlage – denn ihr Ausfall führt in der Regel zu langen Stillstandszeiten und hohen Wartungskosten. Die relevantesten Ursachen für den Ausfall von Rotorlagerungen stehen in Zusammenhang mit der Wechselwirkung zwischen Lager und umgebenden Komponenten im Antriebsstrang. Genau dafür wurde der neue Prüfstand entwickelt – in Kooperation mit dem Lindø Offshore Renewables Center (LORC) und R&D Test Systems. Hier werden die Kräfte simuliert, die bei Offshore-Windbedingungen auf Rotorlager wirken. Damit wird die Basis für noch effizientere und zuverlässigere Anlagen geschaffen.
Aus Daten wird Sicherheit – aus Sicherheit wird Fortschritt
Der Prüfstand ist kein isoliertes Testmodul, sondern Teil des ganzheitlichen Closed-Loop-Engineering-Ansatzes der Motion Technology Company. Systemsimulation, realitätsnahe Prüfstandtests und Feldvalidierungen greifen dabei ineinander und bilden einen kontinuierlichen Entwicklungsprozess. Im Sinne dieses geschlossenen Kreislaufs fließen alle gewonnenen Erkenntnisse direkt zurück in die Produktentwicklung – für noch präzisere, zuverlässigere und effizientere Lösungen.
So entsteht ein Entwicklungsprozess, der Effizienz und Sicherheit miteinander vereint: Belastbare Modellparameter verkürzen Entwicklungszeiten und erhöhen zugleich die Zuverlässigkeit künftiger Lagerlösungen. „Mit Projekten wie diesem in Lindø demonstrieren wir, dass Schaeffler als Motion Technology Company Maßstäbe setzt und seine Technologieführerschaft konsequent ausbaut“, sagt Bernd Endres.
Der Closed-Loop-Ansatz umfasst den gesamten Entwicklungszyklus – vom virtuellen Modell bis zur validierten Lösung im Realbetrieb. Für Kunden bedeutet das: planbare Prozesse, kürzere Entwicklungszeiten und eine höhere Betriebssicherheit.
Kooperation als Schlüssel zum Fortschritt
Solche Technologiefortschritte entstehen nur im Schulterschluss mit starken Partnern – so auch in Lindø. Für den neuen Prüfstand arbeitete Schaeffler eng mit dem erfahrenen Prüfstandbetreiber LORC sowie mit R&D Test Systems zusammen, einem international anerkannten Entwickler von Prüfständen für die Windenergiebranche.
Ein Prüfstand, der die Windkraft weiterbringt
Mit dem neuen Prüfstand in Lindø stärkt Schaeffler seine Position als verlässlicher Systempartner der Windkraftindustrie und schafft die Basis für die Entwicklung und Validierung von Anlagen der nächsten Generation.
Für die Branche bedeutet das schneller validierte Innovationen, optimierte Kostenstrukturen und geringere technische Risiken. Betreiber profitieren von zuverlässigeren Anlagen, längeren Lebenszyklen und einem deutlich reduzierten Ausfallpotenzial. Der Prüfstand ist damit ein zentraler Baustein, um die Windkraft – gemeinsam mit Kunden und Partnern – noch wirtschaftlicher, verlässlicher und zukunftssicherer zu machen.
Februar 2026