
Schaltventile werden zur Ansteuerung der zweistufig schaltbaren Motorenelemente verwendet. Dabei wird der vorhandene Öldruck im Motorölkreislauf dazu verwendet, den Verriegelungsmechanismus der schaltbaren Elemente mittels eines 3/2-Wege Schaltventils zu betätigen. Das 3/2-Wege Ventil wird entsprechend eines im Motorsteuergerät hinterlegten Kennfeldes, in Abhängigkeit von diversen Parametern wie Drehzahl, Motorlast, Fahrzeuggeschwindigkeit, Betriebstemperatur etc. angesteuert.
Das Schaltventil wird direkt in den Zylinderkopf montiert und in den Ölkreislauf integriert. Es besteht aus einem Elektromagneten und einem Hydraulikteil. Bei bestromtem Ventil fließt Öl von der Ölpumpe zu den Schaltelementen und schaltet die Verriegelungsmechanismen der schaltbaren Motorelemente. Bei unbestromtem Ventil wird der Durchgang von der Ölpumpe zu den Schaltelementen geschlossen und das Öl fließt über einen Bypass durch die Schaltgallerie mit geringem Druck zurück zur Ölwanne – die Verriegelungsmechanismen gehen zurück in ihre Ausgangsposition.
Die Schaltzeiten hängen von der Mechanik des Ventils und von der Auslegung des Hydraulikkreislaufs ab. Sehr entscheidend für eine gute Schaltqualität ist auch die auftretende Ventilhubvarianz, d.h. die Reproduzierbarkeit der Schaltungen unter sich ändernden Betriebsbedingungen und Systemtoleranzen.